Tägliche Bewegung und Ausdauertraining - Ausgleichssport zum Reiten

 

 

„Kümmere dich um deinen Körper, er ist der einzige Ort, den Du zum Leben hast.“ Jim Rohn

 

Tägliche Bewegung, am besten an der frischen Luft und in der Natur, ist sehr wichtig für uns. Unser Körper braucht Bewegung, um stark zu werden und zu bleiben. Die Muskeln, die trainiert werden, wachsen. Ein Muskel, der nicht gebraucht wird, wird abgebaut; so effizient ist unser Körper.

Regelmäßiges Training steigert die Leistungsfähigkeit enorm. Bewegung aktiviert unseren Kreislauf und stärkt unser Immunsystem.

 

Wenn wir unser Pferd reiten, verlangt das Ausdauer und gezielte Krafteinwirkung von uns. Reiten ist KEIN Kraftsport! Und trotzdem brauchst Du Kraft, damit Du deine Hilfen wohldosiert geben kannst, und zwar nach 45 Minuten immer noch genauso fokussiert wie am Anfang der Reiteinheit.

Dein Körper, dein Becken und alle Muskeln werden durch die Bewegung des Pferdes ständig bewegt und trainiert. Dadurch, dass dein Körper immer im Gleichgewicht und über dem Schwerpunkt des Pferdes bleiben sollte, benutzt Du ständig deine Muskeln um dieses dynamische Gleichgewicht aufrecht zu erhalten.

 

Ausgleichssport zum Reiten ist kein Muss, hilft dir aber meiner Meinung nach dabei, besser reiten zu können.

Ich reite jeden Tag zwischen 4 und 6 Pferden und gehe zusätzlich zwei Mal mit Akira, meiner jungen Australian Sheperd Hündin, raus in die Natur. Oft ist das ein Spaziergang, ich fahre aber auch viel Mountainbike mit ihr, sie läuft auf Ausritten mit, oder ich gehe mit ihr joggen.

 

So habe ich direkt meine perfekte Motivation (sie will raus ) und meinen Trainingspartner. Wenn ich jogge, höre ich zudem meistens fetzige Musik, die mir Schwung bringt, einen Podcast oder ein Hörbuch. Und es kommt oft vor, dass ich meine Runde vergrößere, weil ich das Kapitel unbedingt zu Ende hören will.

 

Beim Spaziergang kannst Du ganz langsam mit 20 Minuten anfangen und dich langsam steigern, wie viel Zeit und Lust Du hast. Fahre dabei am besten aufs Land oder gehe in den Park, wo Du Ruhe hast und nicht die Abgase der Autos einatmen musst.

Wichtig ist nur, dass Du dir jeden Tag Zeit für einen Spaziergang nimmst.Sei es dir selbst wert, etwas so wertvolles für Körper und Geist zu tun!

 Es kann zum Beispiel auch eine tolle Mittagspause sein. Das Laufen bringt frischen Sauerstoff und neue Eindrücke in deine Gedanken, sodass Du später erfrischt und neu motiviert an die Arbeit gehen kannst.

Es gibt so viele tolle Dinge um Sport zu machen: schwimmen und Ballsportarten zum Beispiel, um nur zwei zusätzliche Alternativen zu nennen. Werde kreativ und gestalte dein Training abwechslungsreich!

 

Ein Tipp für den Winter: Meine beste Anschaffung war ein Minitrampolin!

Es soll die Bewegung draußen nicht komplett ersetzen, ist aber als Abwechslung in deinem Training sinnvoll.

Ist ein Tipp von Tony Robbins, der täglich Trampolin springt, weil es u.a. das Lymphsystem anregt. Für mich ist es ganz toll, weil ich eh beruflich den ganzen Tag draußen bin und dann statt durch Schnee oder Matsch joggen zu müssen, drinnen im Wohnzimmer 20 Minuten springen kann (allerdings immer bei offenem Fenster wegen der frischen Luft).

 

Ich nutze das Ausdauertraining zudem als Vorbereitung und Aufwärmen für den zweiten Teil meiner Trainingsroutine, dem Krafttraining und Dehnen (lese hierzu den Artikel).

 

Noch ein Tipp zum Schluss: mir hilft es immer, wenn ich mir eine feste Uhrzeit setze, wann ich rausgehe.

Und denke nicht lange nach, ob Du es jetzt machst oder nicht, geh raus und fang an! Halte diese Routine durch. In den ersten Wochen gehört bestimmt etwas Überwindung dazu, zum Beispiel abends noch vom Sofa aufzustehen oder bei Wind und Regen rauszugehen, aber ich verspreche dir, das erhebende Gefühl, sich zu bewegen wird dich schnell süchtig machen und dir sehr gut tun, sodass Du es bald nicht mehr missen möchtest.

Und zum Schluss: sei stolz auf deine erbrachte Leistung! Feiere deine kleinen Fortschritte und deinen tollen Körper.

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© Maike Tabertshofer

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